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SETI@Home

Was ist SETI@Home?

Jeder hat sich sicherlich schon einmal die Frage gestellt, ob wir allein im Universum sind. Das SETI-Project (Search for Extra-Terrestrial Intelligence) versucht, diese Frage zu klären.


Aber wie?

Ganz einfach! Man "hört" einfach das Weltall ab (Das klingt natürlich einfacher, als es in Wirklichkeit ist). "Abhören" bedeutet in diesem Fall, daß große Radioteleskope die elektromagnetischen Wellen auf dem All auffangen und nach signifikanten Mustern suchen. Dabei gibt es natürlich einige Probleme:

  • Das All ist doch riesig groß - wo soll man da suchen?
    Nun, da haben wir keine Wahl! Die großen Radioteleskope müssen leider den ganzen Himmel abhorchen. Das tun sie in kleinen Streifen, die dann einzeln ausgewertet werden.
  • Und in welchem Frequenzbereich sollen wir lauschen?
    Da können wir uns die Sache etwas einfacher machen, denn WENN eine außerirdische Rasse mit uns Kontakt aufnehmen wollte, so würde auch sie die Naturgesetze kennen (welche ja bekanntlich überall im Universum gleich sind) und deshalb nicht wahllos eine Frequenz benutzen, sondern nur welche in einem bestimmten Rahmen wählen.
    Die Frequenz wäre relativ niedrig
    ... denn je größer die Frequenz, um so geringer ist ihre Reichweite. Diesen Effekt kennt jeder vom Autoradio. Ein Mittelwellensender alleine kann ein ganzes Bundesland versorgen, per UKW (höhere Frequenz) benötigt man schon mehrere Sender, da deren Reichweite geringer ist. Und da man im All GANZ SCHÖN GROSSE Entfernungen zu überbrücken hat, würden ET und seine Freunde eine geringe Frequenz wählen.
  • Und wie soll man bei allen kosmischen Störgeräuschen etwas erkennen?
    Natürlich gibt es im Universum hunderte von Himmelskörpern, die elektromagnetische "Störsignale" ausstrahlen, die den SETI-Forschern das Leben etwas schwerer machen, doch die sind wie ein statisches Rauschen (das kennt jeder, der mal eine leere Audiocassette sich angehört hat).
    Ein außerirdisches Signal zur Kontaktaufnahme wäre in jedem Fall signifikant
    ...denn immerhin soll es ja der Kontaktaufnahme dienen und muß sich deshalb von den anderen kosmischen Geräuschen abheben.


Und wo ist jetzt das Problem?

Nun, das SETI-Project ist ein universitäres Projekt der Universität Berkeley, d.h. ein öffentlich finanziertes Projekt. Und wie wir alle wissen, ist das Geld für öffentliche Projekte überall in der Welt knapp.
Das SETI-Institut benötigt aber sehr große Rechenleistungen, um diese täglich ankommenden Daten der Radioteleskope auszuwerten und schnelle Computer sind teuer (das weiß jeder, der sich schon mal einen schnellen PC gekauft hat ;-)
Also mußte man irgendwoher Rechenleistung quasi zum "Nulltarif" bekommen und so schrieb das Team aus Berkeley zunächst einen Bildschirmschoner. Er sollte einzelne Datenpakete des SETI-Servers berechnen, während er lief, d.h. der Rechner von seinem User nicht benötigt wurde. Das Programm lief zunächst Uni intern, bis man auf die Idee kam, es im Internet zu verbreiten. Relativ schnell installierten es die Netzwerkspezialisten einiger größerer Firmen wie Sun, IBM oder Apple auf ihren Netzwerkservern. Diese haben riesige Rechenleistungen, werden aber nur tagsüber, wenn alle Mitarbeiter ihre Daten vom Server benötigen, ausgelastet. Nachts laufen sie zwar auch, aber "verschwenden" ihre Leistung. Perfekt für das SETI-Programm.


Und was hat das ganze jetzt mit mir zu tun?

Nun, JEDER Rechner ist im SETI-Netzwerk willkommen (und wenn es sich um einen alten 386SX handelt). Das SETI-Project ist zur Zeit das GRÖSSTE INTERNET-RECHENPROJEKT DER WELT - und Du kannst ein Teil davon sein.


OK, überzeugt! Was muß ich tun?

Das ist relativ einfach. Da Du (anscheinend) Deutsch verstehst, empfehle ich Dir, auf die deutsche Startseite des SETI-Projects zu gehen (http://www.alien.de/seti/) und dort das Programm unter "Download" herunterzuladen. Weitere Infos erhältst Du dort (warum soll ich mir hier die Finger wund tippen, wenn die das alles viel besser erzählen können).
Falls Du mit Deutsch nichts anfangen kannst und Dir Englisch viel mehr liegt, so kannst Du auch auf die US-Seite des Berkeley Instituts gehen (http://setiathome.berkeley.edu), aber vorsicht (!), der Server ist sehr häufig überlastet.


Komm zu den OstSEeTIs

Wenn Du Spaß am SETI-Project hast, dann kannst Du Dich auch einer existierenden Gruppe anschließen. Das ist nicht sehr schwer, bringt einem aber schon echte Erfolgserlebnisse, wenn man in den SETI-Bestenlisten als Team auftaucht.
Wir sind z.B. die OstSEeTIs, eine Gruppe von Ostholsteinen auf der Suche nach intelligentem Leben im All. Wenn Du Dich uns anschließen willst, dann mußt Du nur auf diese Seite gehen (http://www.setiathome.ssl.berkeley.edu/cgi-bin/cgi?cmd=team_lookup&name=ostseetis) und Dich dort eintragen. Das war es dann auch schon. Willkommen in der neuen Gemeinschaft! Eine Teamseite kommt demnächst auch noch ins Netz (versprochen!)


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